Mittwoch, 7. März 2012

Windenergie


Windenergie zur Stromerzeugung ist die erneuerbare Energie, auf die mittlerweile auch die großen Stromkonzerne und die Regierung setzen, aber auch viele landwirtschaftliche Betriebe stellen auf ihren Flächen Windkraftanlagen auf, um den Strom dann in das öffentliche Netz einzuspeisen und damit zusätzlich Geld zu verdienen (Windmüllerei).
Alleine in Schleswig-Holstein wurden im vergangenen Jahr 46,5% des verbrauchten Stromes aus Windkraft gewonnen, in ganz Deutschland waren es 9,9%. In Schleswig-Holstein ist geplant, ab 2020 den gesamten Strombedarf aus erneuerbaren Energien zu decken. Der größte Anteil daran soll aus Windkraftanlagen bezogen werden. Besonders an der Westküste, wo es erheblich mehr Wind gibt, als in Binnenland, sind in den letzten beiden Jahrzehnten große Windenergieparks entstanden, u.A. auch bei Husum. Aber auch fernab der Küste setzt man immer mehr auf Windkraft, die Anlagen werden dann möglichst auf einer Anhöhe plaziert, um eine möglichst optimale Energieausbeute zu erzielen. Auch werden in zunehmenden Maße sogenannte Offshore Windkraftanlagen gebaut, d.h. sie werden ausserhalb der Küstenlinie im Meer aufgestellt, im Gegensatz zu den Onshoreanlagen, die entweder direkt an der Küste, oder im Binnenland stehen. Die Aufstellung direkt im Meer ist ohne weiteres möglich, solange das Meer nicht zu tief ist. Der Vorteil liegt darin, dass auf See der Wind weitaus gleichmässiger weht, als an Land. Allerdings muss dann der elektrische Strom mittels Seekabel zur Küste transportiert werden. Des weiteren muss, um Energieverluste zu vermeiden, der Strom für die Übertragung mittels Seekabel zunächst gleichgerichtet werden, für das Netz dann aber wieder in Drehstrom umgewandelt werden, was erheblich mehr Aufwand bedeutet, als wenn der Strom direkt aus der Windkraftanlage ins Netz eingespeist werden kann. Deshalb werden meist Onshoreanlagen bevorzugt, zumal die Wartung an Land mit erheblich weniger Aufwand verbunden ist, als auf See.
Ein weiterer Vorteil von Windkraftanlagen besteht darin, dass hier dieselbe Stromart erzeugt wird, wie sie für das Stromnetz benötigt wird, nämlich 3 Phasen Drehstrom, 50Hz. Aerodynamisch geformte Flügel, meist sind es drei, werden durch den Wind in Drehung versetzt und treiben über eine Achse einen Drehstromgenerator an, der etwa eine Spannung von 650V erzeugt, die für den weiteren Transport per Fernleitung auf die dafür erforderliche Spannung hochtransformiert wird, sie reicht, je nach Leitung, in die sie eingespeist wird, von 20KV bis 400KV. Erst am Ende der Fernleitung, wird sie dann wieder stufenweise bis auf 400V Drehstrom bzw. 230V Wechselstrom am Hausanschluß heruntertransformiert.
In Anbetracht der Tatsache, dass Deutschland definitiv auf absehbare Zeit aus der kernenergie aussteigen und alle Atomkraftwerke abschalten will (soweit bekannt, als einzige Nation), wird der Ausbau der Windenergienutzung in den nächsten Jahren und Jahrzehnten noch gewaltig zunehmen. Zumal der Bau (und auch der Export) von Windkraftanlagen und deren Wartung auch noch Arbeitsplätze sichert. Hier schlägt man quasi zwei Fliegen mit eine Klappe. Und das ist doch wirklich ein guter und vernünftiger Grund, sich für den Ausbau von erneuerbaren Energien einzusetzen.
glausen
Eine moderne Windkraftanlage auf den Ländereien landwirtschaftlichen Betriebes
Eine moderne Windkraftanlage auf den Ländereien landwirtschaftlichen Betriebes.
Im Vordergrund die Freileitung, in die der erzeugte Strom eingespeist wird.

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