| Das ist vielleicht die umstrittenste Form der erneuerbaren Energien, da hier u.A. meist Feldfrüchte zur Energiegewinnung und Treibstoffherstellung eingesetzt werden, die
eigendlich für die Ernährung oder als Futtermittel bestimmt sind. Auch schädigen die riesigen Monokulturen mit oft jahrelangem Anbau von ein und derselben Frucht
in erheblichem Maße den Boden und damit die Umwelt.
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Bei der Energiegewinnung aus Biomasse unterscheidet man zwei Arten. 1. Gewinnung von Treibstoffen wie Biodiesel aus Rapsöl oder Bioethanol aus Zuckerrüben oder Weizen und Mais. 2. Gewinnung von Kohlenwasserstoffen wie Methan (Biogas) durch Vergärung von Biomasse, hauptsächlich gehäckselter Silomais, aber auch Zuckerrüben oder Getreide, sowie Bioabfälle und Gülle. Das Biogas wird dann durch Kraft-Wärmekopplung in Strom und Wärme umgewandelt. Hauptsächlich sind es Landwirtschaftliche Großbetriebe, die Biogasanlagen betreiben, aber auch viele Kommunen. Der Anbau von Silomais für die Energiegewinnung wird von der EU massiv gefördert. In den letzten fünf Jahren hat sich die Anbaufläche von Mais nahezu verdoppelt. Bedingt durch die finanzielle Förderung durch die EU und dem massiven Einbruch bei den Preisen für Brotgetreide bringt das mehr Gewinn als der Getreideanbau: Hinzu kommt, dass Mais mehrere Jahre auf ein und derselben Fläche angebaut werden kann, um Gegensatz zu anderen Feldfrüchten. Inzwischen ist sogar schon von der "Vermaisung" die Rede. Hinzu kommt, dass schon die Ernte an sich, und der Transport des Erntegutes über z.T. weite Strecken an sich schon sehr energieaufwendig ist. Den Landwirten kann man aber dafür keinen Vorwurf machen. Die würden auch lieber Brotgetreide und Kartoffeln anbauen, aber damit können sie nicht mehr ausreichend Geld verdienen. Wenn sie über die Runden kommen wollen und ihr Betrieb überleben soll, haben sie gar keine andere Wahl, als den Anbau von Energieträgern wie Mais.
Und bei aller Kritik, eines ist ganz klar: Besser als Atomkraft mit all ihren Gefahren und dem ungelösten Entsorgungsproblem ist die Energiegewinnung aus Biomasse allemal.
Mittlerweile werden aber doch Überlegungen für Alternativen für den massiven Maisanbau angestellt. Auch das Holz, das bei der Knickrodung alle 7 Jahre anfällt, ließe sich zur Energiegewinnung nutzen, ebenso Stroh und Bioabfälle. Bisher hat aber immer noch der Mais die größte Energieausbeute, so dass es derzeit dafür noch keine Alternative gibt. Vereinzelt wird schon mit dem Riesen-Chinaschilf, auch Elefantengras genannt (Miscantus-Giganteus), für Heizzwecke experimentiert. Dieses ist äusserst pflegeleicht, wächst nach dem Häckseln im Spätwinter jedes Jahr nach und muss nicht jedes Jahr neu ausgesät werden. Der Idealfall wäre der Anbau eine Frucht, die einerseits als Nahrung dient, andererseits die nichtverwertbaren Teile der Pflanze zur Energiegewinnung dienen. Bisher ist das aber noch nicht in optimaler Weise gelungen.
glausen
Der effizienteste Energieträger schlechthin, der Mais
Auch der Betrieb der großen Erntemaschinen verbraucht einen nicht unerheblichen Teil an Energie.
Aus diesem Häckselgut wird das Biogas gewonnen
Auch Zuckerrüben werden mittlerweile zur Energiegewinnung genutzt.
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